Vier Standards entscheiden das Spitzenspiel

FV 09 unterliegt Tabellenführer SF Köllerbach mit 1:4
Spielbericht vom 14. September 2026
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Der FV 09 Bischmisheim hat seinen Heimnimbus nicht verteidigen können. Gegen einen äußerst reifen und spielstarken Tabellenführer aus Köllerbach mussten sich die Rehböcke mit 1:4 geschlagen geben. Besonders bitter: Alle vier Gegentreffer entstanden nach Standardsituationen, die aus Bischmisheimer Sicht nicht konsequent genug verteidigt wurden.
Von der ersten Minute an zeigten die Sportfreunde, warum sie an der Spitze der Schröder-Liga Saar stehen. Die Gäste liefen den Bischmisheimer Spielaufbau früh und aggressiv an, setzten die ballführenden Spieler unter Druck und ließen den FV 09 kaum zu seinem gewohnten Kombinationsspiel kommen. Auch defensiv präsentierte sich Köllerbach aufmerksam und zweikampfstark.
Bereits in der zehnten Minute musste FV-Keeper Francesco Migliara erstmals entscheidend eingreifen. Zwei Minuten später war er machtlos: Einen gefühlvoll vor das Tor getretenen Freistoß köpfte Jan Wollbold nahezu unbedrängt zur verdienten Gästeführung ein.
Köllerbach blieb tonangebend und besaß weitere Möglichkeiten. Umso überraschender fiel in der 25. Minute der Ausgleich: Nach einem der wenigen gelungenen Bischmisheimer Entlastungsangriffe wurde Max-Leon Klingler im Strafraum zu Fall gebracht. Eric Fuhr übernahm die Verantwortung und verwandelte den fälligen Elfmeter sicher zum 1:1.
Für einen kurzen Moment keimte Hoffnung in der RehbockArena auf. Doch nur fünf Minuten später schlugen die Gäste erneut nach einem ruhenden Ball zu. Nach einer Hereingabe stand Barima Osei Tutu Bawuah im Strafraum völlig frei und brachte den Tabellenführer wieder mit 2:1 in Führung.
Kurz vor der Pause drohte sogar der dritte Gegentreffer. Schiedsrichter Maximilian Fischer entschied nach einer aus Bischmisheimer Sicht äußerst fragwürdigen Situation auf Foulelfmeter. Eine Entscheidung, die nicht nur bei Spielern, Verantwortlichen und Heimfans, sondern offenbar auch bei Teilen des Köllerbacher Anhangs für Verwunderung sorgte. Jan Issa setzte den Strafstoß jedoch über das Tor.
Mit dem 1:2 blieb der FV 09 zur Pause im Spiel. Trainer Jannik Schliesing reagierte und brachte Enrico Saporito für Max-Leon Klingler sowie Christian Simonetta für Jan Müller. Die Wechsel zeigten zunächst Wirkung: Die Rehböcke kamen engagiert aus der Kabine und hatten durch Yves Oberhausen und Carsten Jüptner zwei gute Möglichkeiten zum Ausgleich. Beide Chancen blieben jedoch ungenutzt.
Wie effizient eine Spitzenmannschaft solche Phasen bestraft, zeigte Köllerbach in der 56. Minute. Nach einem Freistoß aus dem Mittelfeld köpfte Wollbold zum 3:1 ein. Erneut hatte die Bischmisheimer Defensive bei einem ruhenden Ball nicht entschlossen genug reagiert.
Nur vier Minuten später war die Partie entschieden. Nach einem unnötig verursachten Eckball fand die Hereingabe Marcel Noll, der zum 4:1 vollendete. Vier Köllerbacher Treffer, vier Standardsituationen – eine ernüchternde Bilanz aus Sicht der Rehböcke.
In der Schlussphase kontrollierten die Gäste das Geschehen und besaßen weitere gute Möglichkeiten. Dass die Niederlage nicht noch höher ausfiel, war vor allem Francesco Migliara zu verdanken. Der Bischmisheimer Schlussmann zeigte mehrfach starke Reflexe und bewahrte seine Mannschaft vor weiteren Gegentoren.
Nach dem Abpfiff war Trainer Jannik Schliesing entsprechend bedient. Vier schlecht verteidigte Standards hatten sein Team um jede Chance auf ein besseres Ergebnis gebracht. Gleichzeitig erkannte er den starken Auftritt des Gegners an.
Der Sieg der Sportfreunde Köllerbach geht auch in dieser Höhe in Ordnung. Der Tabellenführer präsentierte sich spielerisch, taktisch und körperlich auf einem sehr hohen Niveau. Der FV 09 hingegen erwischte nicht seinen besten Tag – und genau den hätte es gebraucht, um gegen eine solche Spitzenmannschaft bestehen zu können.
Am Ende bleibt die Enttäuschung über die erste Heimniederlage und vor allem über die Art, wie die Gegentore zustande kamen. Jetzt heißt es, die Fehler aufzuarbeiten, die richtigen Lehren daraus zu ziehen und wieder jene Qualitäten abzurufen, die unsere Rehböcke in den bisherigen Heimspielen ausgezeichnet haben.






































